Welttag des Tanzes 2026

Botschaft von Annick Pütz – Tänzerin, Choreografin und Tanzpädagogin
©boshua

Wo entspringt Tanz? Wo mündet er?

Ich stelle mir vor, wie vielfache Quellen zusammenfließen. Wie der Tanz dahinfließt, durch alle Körper, durch alle Elemente hindurch. Als Bach sprudelnd, als See ruhend, als Fluss treibend. Sein Bett verlassend, so notwendig. In der Nacht, in der Morgendämmerung, am lichten Tag, in der Abenddämmerung…

Tanzen ist eine Praxis:

In Zeiten von Beschleunigung. Innehalten im rhythmischen Pulsieren.

In Zeiten von Künstlicher Intelligenz. Vertrauen in die Körperliche Weisheit.

In Zeiten von Touchscreens. Fühlende Berührung. Leibliche Präsenz.

In Zeiten von Falschmeldungen. Zugang zur Intuition.

In Zeiten individueller Forderungen. Gemeinschaft schaffen und erleben.

Tagtäglich tanzen Menschen auf dieser Erde und bewegen den fließenden Fluss weiter.

Möge der Tanz alles Leiblich-Seelische berühren, kraftvoll, sinnlich, zart.



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