Vom 30. Juni bis 25. August 1935 haben im Abteihof die ersten Echternacher Festspiele stattgefunden. Die Initiative ging von der „Komödie“ aus, einer 1934 gegründeten, professionellen Theatergruppe jüdischer Emigranten.
Auf dem Programm standen Opern, Theaterstücke und ein Bach-Händel-Konzert. Besonders großen Erfolg hatten die Theaterstücke „Jedermann“ von Hugo von Hofmannsthal, „Faust I“ und „Iphigenie“ von Johann Wolfgang von Goethe, aber auch „Griselinde“ von Nikolaus Welter. Der Vortrag handelt vom Versuch, Echternach zu einer Festspielstadt wie Salzburg zu machen, beschreibt aber auch das traurige Ende eines hoffnungsvollen Projekts.
Die Veranstaltung wird musikalisch vom bekannten luxemburgischen Cellisten André Mergenthaler begleitet, der auf virtuose Art und Weise aus verschiedenen Musikstilen, von Klassik bis hin zu Jazz und Pop, improvisiert.